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Deutschlands Ladenetz wächst auf 204.000 Punkte, Schnelllader legen am stärksten zu

Die Bundesnetzagentur meldet fast 30.000 neue öffentliche Ladepunkte binnen eines Jahres, doch das eigentlich spannende Signal steckt in der Leistung.

204.000
öffentliche Ladepunkte

Zum 1. Mai 2026 zählt Deutschland 203.951 öffentliche Ladepunkte. Das sind knapp 30.000 mehr als ein Jahr zuvor und über 7.000 mehr als noch zu Jahresbeginn. Wachstum also, aber die reine Stückzahl erzählt nur die halbe Geschichte.

Aufschlussreicher ist, was sich hinter den Zahlen verschiebt: Die kumulierte Anschlussleistung aller öffentlichen Ladepunkte kletterte von 6,8 GW auf 8,75 GW, ein Plus von 28 Prozent. Die Zahl der Ladepunkte selbst wuchs im gleichen Zeitraum nur um 17 Prozent. Der Ausbau wird also nicht nur breiter, sondern vor allem kräftiger.

Besonders deutlich zeigt sich das beim Hochleistungssegment. Ladepunkte mit mindestens 300 kW legten um 40 Prozent auf 18.209 Stück zu und wuchsen damit prozentual am schnellsten. Betreiber entscheiden sich laut Bundesnetzagentur zunehmend dafür, bei ähnlichen Anschluss- und Hardwarekosten gleich die stärkere Variante zu installieren. Das macht wirtschaftlich Sinn: Mehr Strom pro Zeiteinheit bedeutet bei guter Auslastung bessere Margen. Wechselstrom-Ladepunkte (AC) dominieren zahlenmäßig weiterhin mit 151.452 Einheiten, weil sie günstiger ans Niederspannungsnetz angebunden werden können. DC-Punkte ab 50 kW brauchen dagegen Mittelspannungsanschlüsse, die aufwendiger und teurer sind.

Der Trend hat auch eine technische Entsprechung auf der Fahrzeugseite: Immer mehr Elektroautos können tatsächlich 300 kW und mehr abrufen, womit die Investition in starke Lader nicht mehr an der Nachfrage vorbeigeht.

Quellen

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    heise autoswww.heise.de/news/Elektromobilitaet-Zahl-der-Ladepun…

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